Bauchfellmetastasen

Bauchfellmetastasen führen unbehandelt zum Tod. In unserer Klinik wird wie in einigen weiteren Zentren in Deutschland die Entfernung des Bauchfells mit den Metastasen und die anschließende Spülung des Bauches mit einer erhitzten Chemotherapie-Lösung vorgenommen. Mit dieser Therapie kann immerhin bei 25 % der Patienten mit Bauchfellmetastasen eine Heilung erreicht werden. Die Therapie greift vor allem bei Metastasen von Kolon- und Rektumkarzinomen (Darmkrebs), Appendixkarzinomen (Krebs des Blinddarmwurmfortsatzes), Ovarialkarzinomen (Eierstockkrebs) und Magenkarzinomen (Magenkrebs).

Um die Eignung für die Therapie festzustellen, wird zuerst eine genaue Diagnostik durchgeführt, die in der Regel eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) einschließt. Bei der Operation werden dann alle sichtbaren Krebsknoten und wenn noch vorhanden der Primärtumor entfernt. Ziel ist die Tumorfreiheit der Patienten. Unter Umständen ist die Operation sehr zeitaufwendig und umfasst mehrere Organe.

Nach Abschluss der Operation erfolgt die Spülung des Bauchraumes mit einer speziellen, an den Krebs und den Patienten angepassten Spüllösung die immer ein Chemotherapeutikum enthält und die erhitzt ist, um die Lösung noch wirksamer zu machen. Ziel der Spülung ist es, die (noch) nicht sichtbaren Krebszellen, die sich noch im Bauchraum befinden könnten, zu eliminieren.
Nach der Operation und Spülung schließt sich ein Aufenthalt auf der Intensiv- und Wachstation an, um eine optimale Überwachung für die ersten Tage sicherzustellen.

 

Stand: 10. Januar 2013